after day 2

Veröffentlicht in emotionales, formales am Oktober 18, 2008 von grenzie

gestern war die offizielle einführung durch fakultätsvertreter und studentensekretariat. gann nett, viel blabla von wegen exzellenz-initiative, elitestandort, qualität der lehre und forschung etc. das eigentlich interessante kam danach, nämlich die ausgabe der das ganze studium gültigen und über seminar- und praktikagruppen-einteilung entscheidende studiennummer sowie der stundenpläne. schon zuvor hatte sich ein kleines aber feines grüppchen der über 25jährigen zusammengefunden, vor allem auf der flucht vor den gerade-aus-der-schule-kommern und deren gespräche über abiturnoten und das erste mal zu hause raus sein. hilfe. daher bin ich jetzt schonmal zu viert, drei nette menschen höheren alters um mich herum, die den selben stundenplan haben wie ich, und gesichtet habe ich noch eine ganze reihe weiterer, sogar einige, die deutlich älter sein dürften als ich.

der stundenplan ist so ganz nach meinem geschmack. di und do 11 stunden durchgehend, montags bis 17 uhr und mittwoch und freitag nachmittag frei. bleibt also genügend zeit unter der woche, den stoff nochmal durchzukauen, womit das wochenende für arbeit und freizeit reserviert werden kann. biologiepraktikum als 2-wöchigen blockkurs in den semesterferien ist auch o.k., da ich mich dann jetzt erstmal auf physik und chemie stürzen kann. der rest sind vorlesungen und seminare in medizinischer terminologie, medizinischer psychologie und soziologie, praktikum inklusive vorlesungen zur berufsfelderkundung und anatomie/histologie. meine therapie montags und donnerstags kommt auch keiner der veranstaltungen in die quere, lediglich dienstags überschneidet sie sich um eine halbe stunde mit dem seminar medizinische soziologie, das aber vierstündig ist; das sollte kein problem sein.

alles ist geregelt und organisiert und ich bin glücklich. angekommen.

endlich.

…und weil es passt und so unendlich schön ist…

the beginning – tag 2

Veröffentlicht in Uncategorized am Oktober 17, 2008 von grenzie
tag der offiziellen begrüßung durch die fakultät. ich hab so gut geschlafen wie schon lange nicht mehr, 10 stunden, und bin dementsprechend munter. heute findet die einteilung in die praktika sowie die stundenplanausgabe statt. ich bin gespannt. ich hätte nichts gegen eines der praktika als blockkurs in den semesterferien, aber mal schauen. bericht folgt.

the beginning – tag 1

Veröffentlicht in Uncategorized am Oktober 16, 2008 von grenzie

ich bin angekommen, im medizinstudium, zusammen mit 349 weiteren studenten, begrüßt von der klatschenden masse der in weiß erschienenen drittsemester. ein gelungener einstand. der erste mensch, mit dem ich mich aus der menge der wartenden studis unterhalten habe war – glücklicher zufall – eine 29jährige promovierte biotechnologin. großartig. ich bin nicht alleine. eine weitere handvoll ältere erstis habe ich ausgemacht, letztendlich eine ganz gruppe über 25jähriger. dem himmel sei dank, denn ich durfte durchaus auch gesprächen lauschen, in denen die mädels von der grade bestandenen führerscheinprüfung oder vom wenige monate alten abitur sprachen. nicht meine welt, aber ganz offensichtlich gibt es ja genügend, die aus meiner kommen.

ich hab mich von der ersten sekunde an in diesem riesigen hörsaal wohlgefühlt, vor allem bei der allerersten demonstrationseinführung, einer 45-minütigen kardio-anatomie-vorlesung. einfach nur großartig.

wie gesagt. angekommen. glücklich.

today’s the day

Veröffentlicht in Uncategorized am Oktober 16, 2008 von grenzie

heute geht es also los. wie lange, wie verdammt lange habe ich auf diesen tag gewartet, letztendlich waren es 18 jahre. und nachher werde ich in einer meute medizinerstsemester stehen und mich wie ein honigkuchenpferd freuen. ab heute, oder bzw. ab morgen gibt es dann also auch mal den ein oder anderen eintrag, der nicht nur mit ‘ich organisiere und warte’ überschrieben werden kann. das leben als mediziner oder vielmehr medizinstudentin soll ja einiges an kuriosem und unglaublichem bereithalten. ich bin gespannt.

letzter tag vor ultimo

Veröffentlicht in emotionales, grundlegendes am Oktober 15, 2008 von grenzie

so. jetzt habe ich von a bis z wirklich alles erledigt, was zu erledigen war. genauer: ich war von 8 uhr an geschlagene sieben stunden auf den beinen. vertretungsdok, kurzbesuch bei den psychosomatikern, unicard umprogrammieren lassen, friseur, bürgeramt, lehrbuchsammlung, einkaufen. gegessen habe ich heute noch nichts, dafür aber den rest des tages frei. mein letzter tag bevor es losgeht. und wie ich mich freue, auf morgen, übermorgen und alles, was da noch kommen mag. gespannt bin ich und die angst vor dem mc-klausuren hat sich auch gelöst.

was mache ich jetzt? hmmm. erstmal gemütlich kaffee trinken und dann mal sehen.

auf zu neuen taten

Veröffentlicht in emotionales am Oktober 14, 2008 von grenzie

so langsam kommt die zielgerade in sicht. nach fast sechs monaten (o.k., die verteidigung war mitten drin und passiert ist auch vieles) des nichtstuns geht es am donnerstag los. nachdem ich gestern die urkunde abgeholt hatte musste ich heute meine gesamten unidaten umprogrammieren und neu ausdrucken lassen bzw. die unicard neu bestellen. dabei ist mir pedro (wir haben ihn so genannt, die werte frau psychoanalytikerin und ich) begegnet. pedro ist groß, durchtrainiert, hat halblange braune haare und ein wunderschönes, markant geschnittenes gesicht. er stand mitten im flur des rektorats und wartete. als ich hereinspazierte, mit einem dicken grinsen im gesicht und einem wohligen gefühl des gutgehens im bauch schaute er mich an und fing an zu strahlen. ein wenig irritiert schaute ich mich um, ob wohl jemand hinter mir lief, aber dem war nicht so. als ich mich wieder zu ihm umgedreht hatte stand er immer noch da und lächelte und ich lächelte zurück. ein schöner moment, den ich wohl so schnell nicht vergessen werde. vielleicht sehe ich pedro, der sich mit dem rektoratspersonal auf englisch unterhielt und daher wohl ein austauschstudent ist, ja mal wieder. auf jeden fall bleiben wird das gefühl, dass ich einfach nur glücklich war und das ganz offensichtlich auch ausgestrahlt habe.

anschließend ging es zum copyshop um die ecke, die upgedateten chemieklausuren kopieren, beim bäcker vorbeigehüpft und frühstück mitgenommen und ab nach hau…SCHEIßE! ich hatte zwar die chemieklausuren eingepackt aber meine gesamten unterlagen – sämtliche zeugnisse, bescheinigungen, referenzen und vor allem dir promotionsurkunde – liegenlassen, im hochfrequentierten copyshop. sch… verfluchte. u-turn und ab zurück, im morgendlichen berufsverkehr, betend, dass die unterlagen noch da sind. waren sie dann auch, der kopiermensch grinste mich schon wissend an, als ich den laden erneut betrat, nein stürmte. hapfff. gerade nochmal gutgegangen.

morgen muss ich also die neue karte abholen, in der lehrbuchsammlung 2 vorbeischneien und dann nur noch den tag herumbringen. am donnerstag gehts los und mittlerweile macht sich langsam aber sicher die vorfreuungsaufregung breit.

skripte und altklausuren

Veröffentlicht in inhaltliches am Oktober 9, 2008 von grenzie

ein freier tag die woche und was mache ich? ich renne rum. aber es hat spaß gemacht: ich habe die altklausuren biologie und physik kopiert, die gebührenschuld in der ub beglichen und die unicard aufgeladen. alles dinge, die ab nächster woche in die kategorie ‘erschwerte umstände bezgl. der durchführung’ fallen, da nächste woche das semester anfängt und somit die meute der erstis anrückt. gut also, dass ich diese dinge schon erldigt habe. zudem hab ich diverse skripten für bio, chemie und physik bestellt, sowie ein buch über lernstrategien im medizinstudium, vor allem für die alle klausuren beherrschenden multiple choice verfahren. ich muss ja zugeben, dass ich genau davor einen riesigen respekt habe, bin ich doch völlig unbeleckt, was multiple choice anbelangt. naja, das wird man sich schon irgendwie aneignen können.

ziele braucht der mensch

Veröffentlicht in Uncategorized am Oktober 3, 2008 von grenzie

das studienfinazierungsdarlehn ist unterschrieben. endlich. und damit in trockenen tüchern. medizinstudium, ich komme. und dass ich umweltmedizinerin werde, das kann sich die welt abschminken. das war vor allem das schlagkräftigste argument, um den studienplatz zu bekommen. nein. der beruf des umweltmediziners mag ein höchst interessanter sein, aber nicht für mich, entspricht nicht meinem verständnis einer klassischen ärztin. am aller meisten reizen mich die intensiv- und notfallgeschichten. anästhesie, intensiv- und notfallmedizin oder orthopädie und unfallchriurgie. ich würde unglaublich gerne für die air zermatt oder die rega fliegen, letzteres eine der renommiertesten rettungsflug-crews der welt. ziele braucht der mensch, jawoll. zeitrahmen: ca. 15 jahre bis dahin. zu hoch gesteckt, das ziel? mit sicherheit nicht. bislang habe ich – sogar in meinen psychisch instabilen zeiten – alles erreicht, was ich wollte. und das nicht nur irgendwie, sondern in aller regel mit dem best möglichen ergebnis. von daher.

jetzt muss es allerdings erst mal losgehen. am 17. oktober ist es dann endgültig soweit und ich freue mich wie ein schneehase darauf. ich sagte es ja bereits: medizinstudium, ich komme.

18.9.2008 – hier und heute

Veröffentlicht in emotionales am September 20, 2008 von grenzie

ich komme voran, voran mit dem ausmisten, dem ordnen und dem sortieren MEINES lebens. heute flog der kalender raus, ja, genau DER kalender von c. er war wirklich schön, wirklich richtig schön, aber ich wollte ihn nicht mehr angucken. er gehört der vergangenheit an. raus damit. zudem krieg’ ich heute endlich endlich meinen flachbildschirm wieder, auch das monster fliegt raus. vergangenheit. bilder habe ich abgehängt, einige gedichte und noch diverses anderes, das neben meinem schreibtisch so hing. vergangenheit, aus, vorbei. habe einige meiner gemalten bilder aufgehängt, und was soll ich sagen: sieht toll aus. gegenwärtig. im hier und jetzt. ich. einfach nur ich.

17.9.2008 – richtig

Veröffentlicht in emotionales am September 20, 2008 von grenzie

es fühlt sich einfach alles richtig an, was ich momentan tue, so richtig wie schon seit ewigkeiten nicht mehr. meins, einfach meins, ich bin bei mir, werde gelassen, lasse mich und mache. und wie das immer ist wenn ich bei mir bin: es läuft. und wie. quasi wie am schnürchen.