im letzten sommer, der sommer, in dem sich – für mich, bei mir – so viel, so verdammt viel verändert hat und ich letztendlich die reise zu mir selbst angetreten habe, ist mir klar geworden, dass es da einen lebenstraum gibt (also dass das ein lebenstraum ist, weiß ich schon seit 13 jahren), den ich verwirklichen möchte, muss. weil ich es will, unbedingt, und weil ich nicht den rest meines lebens damit zubringen möchte, eben jenem traum hinterherzuhängen und mir vorwürfe zu machen, es nicht wenigstens probiert zu haben.
da bin ich nun also 30 jahre alt geworden, habe studiert und promoviert (in zwei monaten jedenfalls), und habe – man hat ja weiß gott nichts besseres zu tun – beschlossen, noch medizin zu studieren. ja-woll. medizin. albert schweitzer war auch 31, als er anfing. und aus dem ist ja nu wirklich auch was geworden, wie man weiß. ich jedenfalls habe den vorteil, dass ich das, was ich bisher studiert und weiter wissenschaftlich vertieft habe, mit einem medizinstudium durchaus sehr sinnvoll kombinieren kann.
das wiederum hat weitere vorteile. den größten bezüglich der bewerbung bei der zvs, denn es handelt sich um ein zweitstudium, und hierfür werden bezüglich der zulassung der bewerber völlig andere kriterien herangezogen. zum einen werden für die note des erststudiums punkte vergeben, und zum zweiten für die gründe, aus denen heraus man eben jenes medizinstudium aufnehmen will. bei den gründen wiederum gibt es drei kategorien, wissenschaftliche gründe, berufliche und sonstige gründe. und natürlich sackt man für wissenschaftliche gründe, hat man sie denn, die höchstpunktzahl ein. diese gründe muss der bewerbungskandidat darlegen, schriftlich, und bei der hochschule seiner wahl einreichen. hier wird dann ein entsprechender gutachter ausfindig gemacht, der diese gründe begutachtet, bewertet und nach den zvs-vorgaben die punkte vergibt. fällt dieses gutachten positiv aus, dann haut die zvs nur noch den stempel ‘genehmigt’ drauf, und durch isser, der antrag. also: höchstpunktzahl für meinen erststudienabschluss und auch für meine gründe, weil es ja der wissenschaft zugute kommen wird, wenn man mich meinen lebenstraum verwirklichen lässt, es dürfte also nichts mehr schief gehen, insofern ich die fristen einhalte und der antrag durchgeht. so weit so gut.
bis es allerdings so weit ist, gibt es eine verfluchte menge zu tun, vor allem – NATÜRLICH – bürokratisch-formales, denn all die unterlagen stellen sich nicht von selbst zusammen, und vor allem wollen die wissenschaftlichen gründe hieb- und stichfest formuliert dargelegt werden. viel arbeit also.
so. schon letzten sommer hatte ich beschlossen, im märz 2008 mit der zusammenstellung der bewerbung zu beginnen; und sie bis ende des monats april abzuschließen um sie dann mit einem ausreichend großen zeitfenster an unsere medizinische fakultät hier weiterreichen zu können. heute ist der 1. märz 2008.
und um mich auf diesem ganzen weg der bewerbungserstellung und -abgabe, und schließlich auf dem weg des wartens auf den bescheid (oder eben nicht-bescheid), und sollte ich ihn, meinen weg, denn medizinstudierend weitergehen dürfen, durch das studium hindurch, um mich also auf diesem meinem weg zu motivieren, und auch um ihn zu dokumentieren bzw. ihn zu strukturieren (struktur ist ja bekanntlich das halbe leben, oder war das die ordnung…?) – denn ein ganz gewöhnlicher weg ist es ja weißgott nicht – werde ich ihn hier festhalten. chronologisch, strukturell/formal und inhaltlich.
man darf also gespannt sein.